Bouvier des Flandres

Rassebeschreibung, Haltung, Pflege

 

 

 

 

Zur Rasse:

Der Bouvier des Flandres ist ein belgischer Hütehund und hat als Ursprungsland Flandern. Die Rasse wurde als Viehtreiber und Wachhund eingesetzt. Heutzutage findet der Bouvier überwiegend noch  als Wachhund Verwendung. Die Rasse ist ziemlich groß, besonders robust, zäh, kompakt und kräftig. 

Der Bouvier des Flandres ist ein sogenannter „Einmannhund“, er ist also sehr auf „seinen“ Menschen bezogen. Das heißt aber nicht, dass er seiner restlichen Familie nicht zugetan ist.
Fremden gegenüber verhält er sich neutral bis misstrauisch.
Unsere Erfahrung zeigt deutlich, dass man hier seinem Bouvier vertrauen sollte. Er ist bereit treu und ergeben für „seine“ Familie da zu sein und würde diese auch im Ernstfall verteidigen.
Abhängig von der Zucht findet man heute Sport- und Diensthunde, die eine konsequente Erziehung benötigen, aber diese ist nicht unbedingt schwierig.
Auch Bouviers aus ausschließlich Familien- und Ausstellungszuchten, die eine sehr gute Unterordnungsbereitschaft haben sind relativ "einfach" zu erziehen.

Der Bouvier des Flandres ist sehr anhänglich
. Wie ein Schatten lebt er bei seinen Menschen. Er ist absolut nicht für die Ketten- bzw. Zwingerhaltung geeignet. Bouviers brauchen den Anschluss an ihre Familie. Sie haben ihren eigenen Charakter, der sich in Worten nicht wirklich wiederspiegeln kann. Es ist irgendwie ein Schuss Humor in ihm, dies ist eben eine Eigenart dieser Rasse. Er ist sich im Allgemeinen durchaus seines Wertes bewusst. Ein Bouvier benötigt als intelligenter und lauffreudiger Hund viel Auslauf und etwas Beschäftigung.
Vorsicht bei Ausübung von ZWANG – hier reagiert ein Bouvier mit absoluter nicht ausschaltba
rer Sturrheit!  Man könnte eher einem Elefanten das Schreibmaschine schreiben beibringen, als einen Bouvier über Zwang zu erziehen. Hier bedarf es Einfühlungsvermögen, Überzeugung und eine Portion Humor! Seinen Humor darf ein Bouvierbesitzer nie ablegen!

Ein Bouvier kann durch aus als Begleithund, Schutzhund, Fährte, Obedience, Agilitiy, Mobilcity,
Suchhund und auch als Katastrophenhund eingesetzt werden. Allerdings leben die meisten Bouviers als ganz normale Familienhunde.

Der Bouvier
bleibt stundenweise allein, wenn er den dazu gehören Ausgleich erhält. Kein Hund verdient es, den ganzen Tag allein zu bleiben und schon gar nicht ein Bouvier des Flandres, da er sehr stark auf seinen Menschen fixiert ist!
Ein Garten reicht sowieso nicht aus, um seinen Bewegungsdrang stillen zu können. Bouviers können problemlos
neben dem Fahrrad herlaufen.

Der
Bouvier ist ein imposanter Familienhund, der sich immer mehr größter Beliebtheit erfreut. Die meisten Menschen, die ihm begegnen sind doch sehr erstaunt und legen einen gewissen Respekt an den Tag, was auf sein bärenhaftes Aussehen zurückführen ist. Bouviers stammen sowohl aus dem französischen Teil wie aus dem belgischen Teil Flandern. Sie gehören zu der Rasse der Senn- und Treibhunde. Seine eigentliche „Aufgabe“ war es Kuhherden zu bewachen, treiben, hüten und zu beschützen. Daher auch sein Name „Kuhtreiber“ . Durch seinen Körperbau und Kraft, konnte man ihn auch als hervorragenden Karren- und Ziehhund verwenden. Heute ist dies ja nun nicht mehr erforderlich.  

                                         Körperbau


Sein gesamtes Erscheinungsbild schlägt jeden Angreifer in die Flucht!

Wie schon erwähnt, gehört der Bouvier des Flandres zu den Rassen, die eine Erscheinung sind. Sie erreichen eine Größe von ca. 68 cm. Ideal für Rüden sind 65 cm für Hündinnen 62 cm. Die Rasse ist besonders robust und zäh. Der Bouvier des Flanders  ist ein ziemlich großer. kompakter und kräftiger Hund.  Das Gewicht schwankt – je nach Körpergröße ca. 35 – 40 kg. Der Körperbau ist mächtig, mit einer kräftigen Brust und kurzem, breitem, sehr muskulösen Rücken.  Seine Gesamterscheinung sollte kompakt und quadratisch sein. Die Beine sind kräftig und enden in tatzenähnlichen Pfoten, diese sind rund und ungemein kräftig.
Der Kopf ist wuchtig und der Fang breit und kurz. Der deutsche Standard verbietet das Kupieren. Die Augen sind sehr dunkel. Bouviers gibt ist in schwarzer, grauer, gelb-blonder, salz
-pfeffer-farbene und gestromte Fellfärbungen. Lediglich rein braune oder weiße Farbe ist nicht für die Zucht zugelassen.
 


Charakter

Das Idealbild eines Allroundhundes spiegelt sich im Bouvier wieder. Artgerechte Haltung, liebvolle, konsequente Erziehung immer vorausgesetzt. Er ist durch seinen Bewegungsdrang ein ausdauernder Begleithund. Sein Mut, sein Verstand, seine unbestechliche Treue und Wachsamkeit, sowie seine natürliche Schärfe mit hoher Reizschwelle machen ihn zu einem idealen Wachhund. Bouviers haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, so dass er auch ein idealer Suchhund ist. In der Familie fügt er sich problemlos ein – Welpen benötigen hierfür allerdings erst einmal ihre Grenzen, sie sind eben noch Babys und müssen erst ihren Platz in der Familie erlernen. Er ist zwar seinem speziellen Menschen sehr, sehr zugetan, aber auch der restlichen Familie treu ergeben. Trotz seiner wirklichen absoluten Ruhe und Ausgeglichenheit spielt er sehr gern. Bouviers gehören zu den Großhundrassen und man sollte ihnen zum Erwachsenwerden Zeit lassen. Dies dankt der Bouvier mit Lernbereitschaft und hoher Auffassungsgabe, sowie seiner relativ hohen Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren. Bouvier des Flandres sind selten Angstbeißer, da diese Hunde sich ihrer Größe und Stärke durchaus bewusst sind. Ausnahmen resultieren aus  falscher Haltung oder gedankenloser Überzüchtung.

Der Bouvier gehört nun wirklich nicht zu den kleinen Rassen, sein Erscheinungsbild ist respekteinflössend, sein Charakter einfach zum Verlieben. Aber, es ist schon verwunderlich dass dieser Teddy auf 4 Pfoten leichtflüssig, wie ein elfenhaftes Wesen, wendig wie ein Otter und sportlich, wie ein Maserati durch sein Leben geht. Um dies zu erhalten, benötigt er viel Bewegung.

Es macht einem Bouvier Freude durch Seen zu schwimmen, wobei die Jahreszeit ihm vollkommen egal ist. Hat man das Glück einen Garten sein Eigen zu nennen und hat mal keine Zeit seinen Bouvier zu beschäftigen, verschafft sich dieser zur Not auch selber seinen Auslauf. Befindet sich der Bouvier im Hof oder im Garten, sollte man sich im Klaren sein, dass ein Bouvier ein ausgezeichneter Wachhund ist und „seine“ Familie im Notfall durchaus zu beschützen und zu verteidigen weiß.

In der Wohnung allerdings hat man hin und wieder das Gefühl, ein großen Plüschhund auf dem Boden liegen zu haben. Man merkt ihn nicht. Nur dann und wann hört man ein tiefes, dunkles und sehr angenehmes Bellen, mit dem er sich in Szene zu setzen weiß. Wie jeden Hund sollte auch einem so großen, doch sehr stattlichen Hund, ein reines Zwinger- oder Wohnungser sich in Szene zu setzen weiß. Wie jeden Hund sollte auch einem so großen, doch sehr stattlichen Hund, ein reines Zwinger- oder Wohnungser sich in Szene zu setzen weiß. Wie jeden Hund sollte auch einem so großen, doch sehr stattlichen Hund, ein reines Zwinger- oder Wohnungser sich in Szene zu setzen weiß. Wie jeden Hund sollte auch einem so großen, doch sehr stattlichen Hund, ein reines Zwinger- oder Wohnungsdasein ohne Gartenauslauf erspart bleiben

Fellpflege


Tja, das ist hier ne haarige Sache im wahrsten Sinne des Wortes. Bouviers müssen 2 – 3-mal in der Woche gekämmt werden. Und dies ist nicht
Ohne. Um das rassetypische Erscheinungsbild zu erreichen und zu erhalten muss er ebenfalls alle 2 – 3 Monate fachgerecht getrimmt werden (gezupft). Allerdings wird von mehreren Bouvierbesitzern bestätigt, dass alle 6 Monate wirklich trimmen ausreicht, dafür aber die Fellpflege intensiver betrieben werden muss.
In der Wohnung ist es nicht hinderlich, dass dieser Hund ein langes Fell hat. Er verliert kaum Haare
. Voraussetzung dafür ist, eine intensive regelmäßige Fellpflege. Manche lassen ihren Bouvier sogar zuwachsen, allerdings verfilzt er bei dieser Maßnahme und ein kompletter Schnitt wird dann unumgänglich. Ganz besonders legt ein typischer Bouvierbesitzer großen Wert auf die Bartpflege. Die Bouviers werden auch „Dreck- bzw. Schmutzbart“ genannt. Tja, dies hat auch seinen Grund, denn hier hängt sich alles fest, was irgendwie mit der Zuckerschnauze in Berührung kommt. Also heißt es für einen Bouvierbesitzer tägliches Reinigen des Bartes und auch Bürsten und Kämmen. Sollte man dies außer Acht lassen, verfilzt auch dieser Bart, doch er gehört einfach dazu. Ein verpfuschter Bart braucht ca. 1 Jahr um nachzuwachsen.

 Bevor man sich für einen Bouvier entscheidet hier ein paar Tipps:

Finger weg, wenn man konsequente Erziehung für absoluten Luxus hält.
Finger weg, wenn man ein kleiner Putzteufel ist
, denn "Dreck" in der Wohnung gibt's bei jedem Hund.
 Finger weg, wenn man der Meinung ist seinen  Bouvier mit Druck zu
erziehen.
Finger weg, wenn man nicht bereit ist diesem Hund lebenslang ein liebevolles zu Hause zu bieten.
Finger weg, wenn der Bouvier
nur in den Zwinger soll. Ein Hund verändert sich bei falscher Erziehung und Haltung und dies kann schnell zu Konflikten zwischen Mensch und Tier führen.

Sollte sich jemand für diese Rasse interessieren, weil er genau so einen Hund als Freund haben möchte, dann kann er sich beruhigt an uns wenden, wir  helfen gerne bei der Suche.

 

 



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